BEATE RONACHER

Under Cover von BEATE RONACHER

Das Schauen ist zentrales Element meiner Kunst (und der bildenden Kunst im Allgemeinen). Ohne Schauen keine Kunst, so wie ich sie praktiziere. Das Schauen und durch dieses Schauen das Finden von für mich interessanten Objekten und Themen ist Ausgangspunkt aller meiner Arbeiten. Ohne Schauen auch keine Rezeption von Kunst, kein Austausch, kein In-Verbindung-Treten. Die Lust an diesem Kunst Schauen ist für meinen künstlerischen Ansatz zentral. Ich möchte mit meinen Arbeiten eine Facette der bildenden Kunst zum Ausdruck bringen, die in der Intellektualisierung und Verkopfung von Kunst oft zu kurz kommt: den Humor, das Lustige und damit auch die Lust an der Kunst und am Schauen der Kunst

Beate Ronacher, geboren 1979 in Salzburg, beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit dem Banalen und Alltäglichen in der Kunst, mit Objekten aus unserer Lebenswelt – von Found Objects aus der Natur bis hin zu Kultur- und Konsumgütern. Objekte, die “da” sind, ob vom Menschen geschaffen oder von der Natur geformt, werden in ihren Installationen und Performances ihrer ursprünglichen Funktion und ihrem Kontext enthoben und in einen neuen, oft überraschenden Zusammenhang gesetzt. Ronacher spielt mit Sprache, Sinn und Unsinn, Deutung und Bedeutung und erhebt das Banale, den Witz und das Unernste zur Kunst. Seit 2018 studiert sie in der Klasse für Bildhauerei an der Kunstuniversität Linz bei der Künstlergruppe Gelatin. Sie lebt und arbeitet in Hallein.