((o)) von Jürgen Vonbank

Die Sound-Installation „((o))“ sucht musikalischen Zugang zu den Themen der Ö nung und Schließung. Diese Ambivalenz drückt sich für den Künstler insbesondere in einem Mehr und Weniger von Vielfalt aus. Wer bereit ist, sich zu öffnen, lässt Vielfalt zu. Diese Öffnung führt in der vorliegenden Arbeit nicht nur zu einer Steigerung an wahrnehmbarer klanglicher Diversität, sondern auch zu einem erhöhten Komplexitätsniveau im zeitlichen Verlauf des Stücks. In gesellschaftspolitischer Andeutung zeigt die künstlerische Arbeit aber auch, dass diese Diversität und Komplexität weniger als Problem und Anstrengung, sondern viel mehr als ein neues harmonisches Ganzes begriffen werden kann.

In seinem musikalischen Schaffen beschäftigt sich Jürgen Vonbank mit dem Arrangieren und Schichten von Klangstrukturen in der elektronischen Musik. Die Verwendung von analogen, digitalen und akustischen Tonquellen, sowie deren Bearbeitung und Verbindung sind Teil seiner Methodik. Das Vertonen von Emotionen ist bestimmendes Thema in vielen seiner Arbeiten, in denen die Harmonie zumeist über der Dissonanz steht.

Jürgen Vonbank versucht des Weiteren Brücken von der modernen Clubmusik zur Kunstwelt zu schlagen, indem Themen und Stilmittel wie die rhythmische Repetition in seinen Arbeiten neu kontextualisiert werden.

 

* 1988 in Bludenz, lebt seit 2011 in Salzburg. Jürgen Vonbank erlernte im Alter von sechs Jahren das Spielen der Trompete und war in der Folge in unterschiedlichen Formationen (Orchester, Big Band, Kammermusik, diversen Bands) musikalisch tätig. Seit 2009 widmet er sich verstärkt der elektronischen Musik und konnte im Bereich der Clubmusik auf mehreren nationalen und internationalen Labels seine Musik veröffentlichen. Neben seiner beruflichen Tätigkeit in einem Unternehmen der Musikbranche ist Jürgen Vonbank als Kulturarbeiter in Vereinen und als Betreiber eines Labels engagiert. 2016 gründete er den Plattenladen und Veranstaltungsort Minerva Records in Salzburg.